kein0815job

„Ist es wie bei ‚Ziemlich beste Freunde‘?“, fragen viele, wenn sie von dem Job als persönliche Assistenz hören. „Spielt ihr dann zusammen Karten, geht ihr spazieren?“, fragen einige.
Ich muss schmunzeln und überlege, wie ich meinen Alltag, mein Leben mit Assistenz, in wenigen Sätzen zusammenfassen kann. Es ist schwierig, weil ich meinen Alltag als recht normal empfinde, weil ich manchmal um die außergewöhnliche Situation vergesse. Dann fällt es mir wieder ein und ich erzähle:

Es ist im Grunde ein üblicher Alltag einer ‚um die 30’ Jährigen Frau, die in Hamburg lebt, aber von der Ferne träumt und manchmal sich dieser Sehnsucht voll hingibt. Bei diesem Job geht es um eine Frau, die beruflich vielfältig ist, die selten das Gefühl am Abend hat alles geschafft zu haben, weil der Tag zu wenig Stunden hat und die das Leben auf allen Ebenen genießt. Sie hört gern und viel Musik, interessiert sich für kulturelles aus der Stadt, Feminismus, Bücher und Anekdoten aus dem Leben der Anderen und des eigenen. Wenn die Haare schlecht sitzen, ist sie dankbar um den nordischen Wind, der es immer wieder richtet.

Der Job trägt den Titel „persönliche Assistenz“ und meint damit die Begleitung meiner Person im Alltag. Denn ich bin durch eine Muskelerkrankung darauf angewiesen, dass 24h jemand zur Verfügung steht, falls ich Unterstützung benötige. Die Unterstützung hat viele Facetten, ist unterschiedlich intensiv. Die Aufgaben bestehen aus Tätigkeiten im pflegerischen Bereich und im Haushalt, sowie als Berufs- und Freizeitassistenz, wie u.a. die Begleitung zu diversen Terminen, Events und Meetings. Manchmal sind es nur kleine Handreichungen, die meinen Alltag erleichtern, wenn der Kugelschreiber zum Beispiel zu Boden fällt.

Ob eine Stelle frei ist, kannst du hier sehen!

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das bin ich

Mein Name ist Anastasia Umrik, Jahrgang 87, und meine Lieblingsfarbe ist rot: Roter Lippenstift und roter Wein.

Dinge, die über mich gesagt wurden und die ich zustimmend annehme: Offen, dynamisch, aktiv, direkt, hinterfragend, feinfühlig, wortgewandt und kreativ, eigensinnig, neugierig, kommunikativ, humorvoll und entspannt. Und glücklich! Ergänzend noch: Ich bin sehr gern unter Menschen, aber ich halte mich aus, auch wenn ich allein bin.

Ich mag das Leben! Das kann man gar nicht oft genug sagen.

Ich könnte jetzt seitenweise erzählen, dass ich toll, witzig und engagiert bin. Da ich nicht mehr von einer besseren Welt ohne Vorurteile und mehr Liebe träumen wollte, habe ich beschlossen die Sachen selbst in die Hand zu nehmen und meine Sehnsucht in Kunst umzuwandeln. So entstanden einige Projekte („anderStark – Stärke braucht keine Muskeln“, „inkluWAS – design, das denken verändert“) die ich einige Jahre begleitet habe. Heute bin ich als (Life-) Coach, Autorin und Speakerin tätig.

Dass ich aufgrund einer Muskelerkrankung mit einem elektrischen Rollstuhl unterwegs bin und zum größten Teil des Alltages auf Hilfe von der Assistenz angewiesen bin, hat in immer weniger Punkten meines Lebens Relevanz. Eigentlich.

An dieser Stelle spielt es jedoch eine bedeutende Rolle. Auf dieser Website geht es eben genau darum: Wie gestalte ich meinen Alltag am Besten so, dass die Behinderung an ihrer Bedeutung und an der einschränkenden Wirkung verliert? Denn dass die Behinderung lediglich ein Teil des Denkens ist und dass es sich nur lohnt positiv zu denken, ist allein für sich nicht richtig.

Wenn ich keine Assistenz habe, wenn der Alltag nicht durch die Unterstützung anderer – gesunder – Hände abgesichert ist, dann nützt mir das positive Denken allein nichts. (Das nur am Rande als einen kleinen Gedankenanstoß.)

Jedoch tut es hier nicht zur Sache, denn bei diesem Arbeitsverhältnis ist es eher wichtig, welche Werte ich als Arbeitgeberin habe und verfolge.

Ich bin zunächst der Überzeugung, dass jede Begegnung, auch im beruflichen Sinne, einen Grund mit sich bringt und diesen Grund nehme ich ernst. Für mich sind meine Assistentinnen ein wichtiger Teil meines Lebens, denn wir begleiten uns gegenseitig meistens zwischen zwei bis zu fünf Jahren. Wir lernen uns kennen, erzählen Anekdoten aus unseren beider Leben und üben uns doch beide gleichzeitig in der angenehmen Distanz.

Ich kommuniziere klar und respektvoll. Ich spreche mir Wichtiges an und suche mit meinen Arbeitnehmerinnen – wenn nötig – nach einer Lösung, die für uns beide stimmig ist. Ansonsten vertraue ich gerne immer und immer wieder dem ‚Flow‘, denn Dinge, Situationen und Lösungen fügen sich meistens von selbst.

Das biete ich als Arbeitgeberin:

  • Zuverlässigkeit: Schichtplanung, Abrechnung, Gehaltszahlung
  • Klarheit in der Kommunikation, offenes Feedback, professionelle Distanz
  • Über 10 jährige Erfahrung als Arbeitgeberin von persönlichen Assistentinnen
  • Individuelles Einarbeiten (keine Vorerfahrung notwendig!)
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das bist du

Wer du bist, interessiert mich und ich bin auf jede Begegnung sehr gespannt.
Erfahrungsgemäß passt es jedoch sowohl von der zeitlichen Planung für dich und für mich, wenn du

  • dich in der Abschlussphase deines Studiums befindest,
  • in der Bewerbungsphase für einen ‚echten‘ Job steckst,
  • deine Selbstständigkeit ausbauen möchtest,
  • gerade nicht genau weißt, was du mit deinem Leben langfristig anfangen sollst oder
  • Mutter bist und Zeit für deine Familie haben möchtest.

Ich kann besonders gut mit Menschen zusammenarbeiten, die weltoffen und lebensfroh sind, flexibel (innen und außen) und natürlich zuverlässig. Physische Fitness ist für mich persönlich nicht wichtig, jedoch ist es für dich relevant, da auch körperliche Kraft bei bestimmten Tätigkeiten während der Arbeitszeit gebraucht wird. Ein Führerschein mit ausreichend Fahrpraxis ist vom Vorteil, dann kannst du mich auch unterwegs begleiten.

Kurz zusammengefasst:
Wenn du etwas verändern willst und keine Lust auf die üblichen 0815-Jobs hast, dann bist du hier genau richtig. Trau dich!

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das sagen die anderen

faq

Wie viele Assistentinnen arbeiten insgesamt in deinem Team?

Bei mir arbeiten mindestens fünf, jedoch höchstens sieben Assistentinnen in einem Team.

Sozialabgaben, Drittvermittler - wie ist es geregelt?

Ja, und es gibt keine Vermittler oder andere Organisationen dazwischen. Ich schließe die Verträge ab, führe die Abgaben ab, erstelle monatlich die Dienstpläne und überweise am Ende des Monats pünktlich das Gehalt.

Was bedeutet ‚Teilzeit‘ genau?

Teilzeit bedeutet, dass man mindestens 3 x 24 h im Monat arbeitet. Meistens sind es jedoch 4 oder 5 Schichten, die im Dienstplan eingetragen werden.

Wie weit im Voraus wird der Dienstplan erstellt?

Der Dienstplan wird ca. zwei Wochen vor dem Beginn des Monats erstellt und online dem gesamten Team zur Verfügung gestellt. Die ‚Sperrtage‘ werden individuell berücksichtigt.

Wie lange geht eine Schicht und wie sieht sie typischerweise aus?

Eine Schicht hat die Länge von mindestens 24h, manchmal auch länger (auf Reisen zum Beispiel). Die Schicht beginnt um 11 h. Die Schichten sind unterschiedlich, da es von meinen Vorhaben abhängt – die wiederum vom Wetter, Stimmung, und sonstigen Faktoren abhängen. Grundsätzlich ist immer die leichte körperliche Pflege und die Tätigkeiten im Haushalt dabei.

Wie viel arbeite ich und wie viel verdiene ich?

Es ist sehr unterschiedlich. Mindestens 72h im Monat (es sind drei volle Tage), meistens jedoch mehr. Die genaue Arbeitszeit ist individuell verhandelbar, je nach dem in welcher Lebensphase du dich gerade befindest. Der Stundenlohn beträgt 12,39 €.

Muss ich 24h am Stück wach und präsent sein?

Nein! Während der Schicht haben wir nicht durchgehend Kontakt und es darf nachts auch geschlafen werden. Details erzähle ich dir gerne in einem persönlichen Gespräch.

Gibt es ein separates Zimmer für mich?

Ja, es gibt ein geräumiges, helles Zimmer, in dem sich ein Bett, ein Schreibtisch und ein großer Schrank befindet. Das Zimmer hat natürlich WLAN. 🙂

Welche Anforderungen muss ich erfüllen?

Zunächst einmal keine besonderen, denn ich halte nichts von Einschränkungen. Wenn du der Meinung bist, dass wir gut zusammen arbeiten können, dann bewirb dich und wir lernen uns bald persönlich kennen.
(Aus persönlichen Gründen bevorzuge ich weibliche Assistentinnen und möchte mich für diese Einschränkung, die nicht in Form einer Diskriminierung gemeint ist, entschuldigen.)

Wie muss eine Bewerbung aussehen?

Ein paar persönliche Zeilen, in denen du mir von dir erzählst, genügen mir für’s Erste. Wer bist du, was hast du bisher in deinem Leben gemacht, warum interessiert dich die Arbeit mit mir? Ich freue mich immer über ein Foto, denn schließlich weißt du auch wie ich aussehe. Es ist aber kein Muss!

Bewerben kannst du dich jetzt unverbindlich hier.

ist eine stelle frei?

Ja!
Ab wann?
Ab Januar / Februar 2019.

Schreibe eine formlose E-Mail an info@anastasia-umrik.de und erzähle mir etwas von dir.

Ich werde mich zeitnah bei dir melden und dir ggf. einen Termin für ein persönliches Kennenlernen vorschlagen. Ich freue mich auf dich!